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LINKE begrüßt Aktionsplan Hauptbahnhof

Der Senat hat in seiner heutigen Sitzung den „Aktionsplan Hauptbahnhof“ beschlossen. Hintergrund ist die verschärfte Situation am Bremer Hauptbahnhof aufgrund verschiedener Nutzungskonflikte.

Sofia Leonidakis, Vorsitzende und sozialpolitische Sprecherin der Linksfraktion in der Bremischen Bürgerschaft, kommentiert: „Viele Passant*innen, BSAG-Nutzende und Pendler*innen empfinden die Situation am Hauptbahnhof als unsicher, beängstigend oder gar bedrohlich. Das muss ernst genommen werden. Wenn Menschen belästigt, bestohlen oder bedrängt werden, ist das nicht zu tolerieren. Gleichzeitig hat sich die Lage auch für suchtkranke oder obdachlose Menschen zugespitzt: Angebote mussten pandemiebedingt eingeschränkt werden, psychische oder Suchtproblematiken nehmen sichtbar zu. Es braucht deshalb Lösungen, die an den Ursachen ansetzen und von allen Beteiligten akzeptiert werden.“

Mit dem Aktionsplan könne die Lage am Hauptbahnhof für alle verbessert werden, sagt Leonidakis: „Die Senatsvorlage enthält viele sinnvolle Maßnahmen, zum Beispiel die Etablierung eines festen Drogenkonsumraumes, muttersprachliche Straßensozialarbeit, Schaffung eines betreuten Aufenthalts für Suchtkranke, die Ausweitung des Szenetreffs und der Toilettenöffnungszeiten, um nur einige zu nennen. Auch die Benennung von Aufenthalts- und Toleranzflächen kann zu einer Entzerrung führen, bei Wahrung des Prinzips, dass auch an zentralen Orten Platz für alle sein muss.“

Leonidakis abschließend: „Die geplanten Maßnahmen setzen an den derzeitigen Bedarfen an und sind deswegen auch erfolgversprechend. Es ist zu erwarten, dass sich die Lage für alle Beteiligten etwas entspannt. Wir setzen damit auf Auffangen statt Verdrängen, und das ist auch richtig!“