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Weserstadion: Kein erneuter Wohninvest-Deal, der zulasten der Stadt gehen könnte!

Jüngst wurden Ideen des SV Werder Bremen öffentlich kommuniziert, die eigenen Anteile am Stadion zumindest anteilig an den Namensgeber Wohninvest verkaufen zu wollen. Die Eigentümerstruktur am Weserstadion – bislang 50 Prozent SV Werder/50 Prozent Stadtgemeinde Bremen – würde sich damit signifikant zugunsten des Finanzinvestors verändern. Die Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft sieht diese Ankündigungen sehr kritisch. Dass am Ende die öffentliche Hand von diesem Deal betroffen sein könnte und draufzahlen müsste, kann derzeit nämlich nicht ausgeschlossen werden.

Klaus-Rainer Rupp, haushaltspolitischer Sprecher der Fraktion: „Technisch handelt es sich bei dem Vorhaben offensichtlich um einen Sale-and-Lease-Back oder Asset-Deal. Bei solchen Konstruktionen profitiert am Ende in aller Regel der Investor, in diesem Fall Wohninvest. Das würde so funktionieren: Wohninvest gibt viele Millionen aus, um Anteile an dem Stadion zu kaufen. Selbstverständlich will Wohninvest diese Kosten inklusive Gewinne wieder reinholen. Das geht nur über die Mieten, die in der Summe deutlich höher ausfallen können als der eingenommene Verkaufspreis und für den Verein wirtschaftlich bedrohlich werden könnten.       

Lange Rede, kurzer Sinn: So ein Deal ist eine unsichere Wette auf die Zukunft, die finanziell keine neue Stabilität für den Verein und die Stadiongesellschaft garantiert. Bevor hier irgendwelche Verträge unterzeichnet werden, erwarte ich zwingend eine umfassende Offenlegung aller möglichen Risiken für Stadt als Gesellschafterin des Stadions. Bremen darf nicht im Zweifel zur Rechnung gebeten werden!“

Cindi Tuncel, sportpolitischer Sprecher der Fraktion, ergänzt: „Als Bremer und als Sportler sehe ich jeden weiteren Zugriff von Privatkonzernen auf das Weserstadion äußerst kritisch. Fußballsport sollte für alle da sein, dazu gehört der wichtige Einfluss der Vereine auf die Sportanlagen und Stadien, in denen sie nun mal spielen oder trainieren. Wir wollen, dass das Weserstadion in erster Linie für den Sport da ist. Wir begrüßen deshalb sehr, dass sich auch der Senat mit Kristina Vogt entsprechend kritisch zu einem potenziellen Einstieg der Wohninvest geäußert hat.“


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